Philosophie

Die schönste Seite des Arztberufes ist es, täglich mit Menschen zutun zu haben. Jedes ärztliche Handeln muss das Wohl der behandelten Person zum Ziel haben. Für uns alle gibt es kaum ein zentraleres Thema als die Gesundheit. Moderne Definitionen verstehen darunter jedoch nicht nur das Fehlen körperlicher Gebrechen und Krankheiten, sondern berücksichtigen zusätzlich seelische Faktoren wie Wohlbefinden und Verhalten, sowie gesellschaftliche und kulturelle Einflüsse von außen, welchen heute deutlich mehr Bedeutung beigemessen wird, als noch vor wenigen Jahren. Gerade in der Ästhetischen Chirurgie stößt man leicht an Grenzen. Nicht nur zwischen gesund und krank, sondern auch zwischen dem Können und dem Dürfen. Die Gesundheit als das viel zitierte oberste Gut des Menschen darf keinesfalls leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.

Im Bezug auf das Verhältnis zwischen PatientInnen und ÄrztInnen ist häufig von einer Asymmetrie die Rede. Ein Ungleichgewicht, das durch unterschiedliche Informationsniveaus der beiden Gesprächspartner bedingt ist. Der Weg zu einer langfristig befriedigenden Arzt-Patient-Beziehung führt nur über den Aufbau eines echten Vertrauensverhältnisses durch ausreichend Information, die besonderes Augenmerk auf das Selbstbestimmungsrecht der zu behandelnden Person legt.

Bei genauerer Betrachtung kann es zwischen zwei Menschen kaum einen umfassenderen Vertrauensbeweis geben, als sich gemeinsam für eine Operation zu entscheiden. Insbesondere, wenn es sich dabei um einen ästhetischen Eingriff ohne zwingende medizinische Notwendigkeit handelt. Das oberste Ziel des Arztes oder der Ärztin muss es daher sein, dieses Vertrauen durch höchste Kompetenz, viel Erfahrung und größtmögliches Einfühlungsvermögen zu würdigen.